Ventilatoren Test

Wir haben 60 aktuelle Ventilatoren anhand ihrer Herstellerdaten verglichen und zu einer transparenten Vergleichsnote zusammengefasst. Filtern Sie gezielt nach den Kriterien, die Ihnen wichtig sind.

Alle 60 Ventilatoren im Überblick

60 Geräte

Kaufberatung: Ventilatoren

Ein Ventilator kühlt den Raum nicht

Das ist der wichtigste Punkt, und er wird ständig missverstanden: Ein Ventilator senkt die Raumtemperatur nicht — er erhöht sie sogar minimal, weil der Motor Abwärme abgibt.

Was er tut, ist Luft bewegen. Dadurch verdunstet Schweiß schneller, und Verdunstung entzieht der Haut Wärme. Der gefühlte Temperaturunterschied liegt bei etwa 3 bis 4 Grad, solange die Luft direkt auf den Körper trifft.

Daraus folgt zweierlei: Einen leeren Raum zu belüften bringt nichts — schalten Sie das Gerät aus, wenn Sie hinausgehen. Und bei Temperaturen über etwa 35 Grad kehrt sich der Effekt um, weil die anströmende Luft dann wärmer ist als die Haut.

Lautstärke ist das wichtigste Kaufkriterium

Ein Ventilator läuft meist genau dann, wenn man schlafen will. Deshalb ist das Geräusch bei diesem Gerät wichtiger als bei fast jedem anderen Haushaltsgerät.

Unter 40 Dezibel ist ein Gerät im Schlafzimmer unauffällig, ab 50 Dezibel stört es beim Einschlafen deutlich. Turmventilatoren sind bauartbedingt oft leiser als Standventilatoren mit großen Rotorblättern, bewegen dafür weniger Luft.

Prüfen Sie, auf welche Stufe sich eine Angabe bezieht. Fast alle Herstellerwerte gelten für die niedrigste Stufe. Wenn Sie nachts Stufe zwei oder drei brauchen, sagt der Datenblattwert wenig. In dieser Übersicht liegt bei knapp sechs von zehn Geräten eine Lautstärkeangabe vor; sie hat in unserer Note das höchste Gewicht.

Turm, Stand, Decke, Tisch — was wofür

Turmventilatoren haben eine schmale Stellfläche und verteilen die Luft über die ganze Höhe. Sie passen in enge Ecken und sind meist leiser, erzeugen aber weniger Luftstrom als große Rotoren.

Standventilatoren mit 40er- oder 45er-Rotor bewegen die größte Luftmenge und sind höhenverstellbar. Sie brauchen Platz und sind auf hoher Stufe deutlich hörbar.

Deckenventilatoren laufen dauerhaft mit geringem Verbrauch und erzeugen eine gleichmäßige Umwälzung im ganzen Raum. Sie brauchen mindestens 2,30 Meter Deckenhöhe und eine feste Installation. Tischventilatoren sind für den Arbeitsplatz gedacht, nicht für den Raum.

Welche Bauform passt, hängt vom Raum ab und geht deshalb nicht in unsere Bewertung ein.

Oszillation, Timer und die Sache mit dem Nachtbetrieb

Oszillation — das Schwenken — verteilt die Luft über einen größeren Bereich, statt eine Stelle dauerhaft anzublasen. Das ist angenehmer und beugt dem steifen Nacken vor, den ein starr gerichteter Luftstrom im Schlaf verursachen kann.

Ein Timer ist im Schlafzimmer mehr als Komfort: Die Kühlwirkung wird zum Problem, wenn die Körpertemperatur nachts ohnehin absinkt. Zwei Stunden Laufzeit beim Einschlafen sind meist die bessere Einstellung als Dauerbetrieb.

Eine Fernbedienung klingt nach Luxus, ist aber genau dann nützlich, wenn man nicht mehr aufstehen möchte. Diese drei Merkmale bilden zusammen das Ausstattungskriterium in unserer Note.

Häufige Fragen

Kühlt ein Ventilator den Raum ab?

Nein. Er bewegt nur Luft und lässt Schweiß schneller verdunsten — das fühlt sich um etwa 3 bis 4 Grad kühler an. Die Raumtemperatur steigt durch die Motorabwärme sogar geringfügig. In einem leeren Raum bringt ein laufender Ventilator deshalb nichts.

Wie leise muss ein Ventilator fürs Schlafzimmer sein?

Unter 40 Dezibel bleibt er unauffällig, ab 50 Dezibel stört er beim Einschlafen. Achten Sie darauf, auf welche Stufe sich die Angabe bezieht — meist gilt sie für die niedrigste.

Turmventilator oder Standventilator?

Turmventilatoren brauchen weniger Stellfläche und sind meist leiser, bewegen aber weniger Luft. Standventilatoren mit großem Rotor erzeugen den kräftigeren Luftstrom und sind höhenverstellbar, brauchen dafür Platz.

Kann man mit einem Ventilator nachts durchlaufend schlafen?

Möglich, aber nicht ideal. Die Körpertemperatur sinkt nachts ohnehin, und dauerhafter Luftzug auf Nacken oder Schulter kann Verspannungen verursachen. Ein Timer mit ein bis zwei Stunden beim Einschlafen ist meist angenehmer.

Wie viel Strom verbraucht ein Ventilator?

Deutlich weniger als jede Klimaanlage. Tisch- und Standventilatoren liegen typischerweise zwischen 25 und 60 Watt, Deckenventilatoren oft unter 30 Watt. Bei acht Stunden täglich kostet das über einen Sommer meist nur wenige Euro.

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