Saugroboter Test

Wir haben 60 aktuelle Saugroboter anhand ihrer Herstellerdaten verglichen und zu einer transparenten Vergleichsnote zusammengefasst. Filtern Sie gezielt nach den Kriterien, die Ihnen wichtig sind.

Alle 60 Saugroboter im Überblick

59 Geräte

Kaufberatung: Saugroboter

Navigation entscheidet mehr als Saugkraft

Ein Saugroboter mit viel Saugkraft, der planlos durch die Wohnung stochert, reinigt schlechter als ein schwächeres Gerät, das systematisch Bahn für Bahn fährt.

Drei Verfahren sind im Umlauf. Gyroskop-Navigation ist die einfachste: Der Roboter schätzt seine Position aus Drehung und Fahrstrecke, driftet mit der Zeit ab und lässt Stellen aus. Kamera-Navigation orientiert sich an Deckenmerkmalen und arbeitet deutlich strukturierter, braucht aber Licht. Laser- oder LiDAR-Navigation misst den Raum aktiv ab, baut eine Karte und funktioniert auch nachts.

Für alles über eine Zimmergröße hinaus lohnt LiDAR. Wer nur eine kleine Wohnung mit wenig Mobiliar hat, kommt auch mit Kamera-Navigation zurecht. Die Navigationsart hat in unserer Note das zweithöchste Gewicht.

Was die Pascal-Angabe wert ist

Saugkraft wird bei Robotern in Pascal angegeben. Die Zahl ist vergleichbar — aber nur zwischen Robotern, nicht gegenüber Hand- oder Bodenstaubsaugern.

Auf Hartboden reichen 2.000 bis 4.000 Pa völlig. Kurzflorteppich verlangt 5.000 Pa aufwärts, Hochflor und Tierhaare eher 8.000 bis 15.000. Werte über 20.000 Pa sind Marketing: Der Flaschenhals ist dann längst die Bürste, nicht der Unterdruck.

Wichtiger als die Spitzenzahl ist, ob der Roboter Teppich erkennt und dort automatisch hochregelt. Sonst läuft er entweder immer laut auf Maximum oder immer zu schwach.

Absaugstation: Komfort mit Folgekosten

Eine Absaugstation leert den Roboter selbstständig in einen Beutel. Statt alle zwei Tage muss man dann alle sechs bis zwölf Wochen eingreifen — der spürbarste Komfortgewinn dieser Gerätegattung, besonders für Allergikerinnen und Allergiker, weil der Staub eingeschlossen bleibt.

Der Preis: Die Station braucht Stellplatz und ist beim Absaugen kurz sehr laut. Und die Beutel kosten laufend Geld. Rechnen Sie mit einem niedrigen zweistelligen Betrag pro Jahr.

Geräte ohne Station sind dafür günstiger und flacher. Wer täglich saugen lässt und den Behälter ohnehin im Blick hat, verzichtet ohne Verlust.

Wischfunktion ist nicht gleich Wischen

Fast alle Roboter in dieser Übersicht tragen eine Wischfunktion — deshalb geht sie auch nicht in unsere Note ein, sie unterscheidet nichts.

Die Unterschiede liegen darin, wie gewischt wird. Ein einfaches Modell zieht ein feuchtes Tuch hinter sich her; das nimmt Staub auf, aber keinen angetrockneten Fleck. Modelle mit angetriebenen, rotierenden Pads und Anpressdruck kommen deutlich näher an Handarbeit heran.

Entscheidend ist außerdem, ob der Roboter das Wischpad bei Teppich anhebt oder auslässt. Ohne diese Erkennung wischen Sie Ihren Teppich nass — ein Fehler, der beim ersten Durchlauf auffällt.

Häufige Fragen

Wie viele Pascal braucht ein Saugroboter?

Für Hartboden reichen 2.000 bis 4.000 Pa, für Kurzflorteppich 5.000 aufwärts, für Hochflor und Tierhaare 8.000 bis 15.000. Werte über 20.000 Pa bringen praktisch nichts mehr, weil dann die Bürste der begrenzende Faktor ist.

Welche Navigation ist die beste?

Laser- beziehungsweise LiDAR-Navigation: Sie misst den Raum aktiv aus, fährt systematisch und funktioniert auch im Dunkeln. Kamera-Navigation ist eine brauchbare Alternative in kleinen, gut beleuchteten Wohnungen. Gyroskop-Modelle driften ab und lassen Flächen aus.

Lohnt sich eine Absaugstation?

Wenn Sie den Roboter täglich laufen lassen oder Allergien im Haushalt sind: ja. Statt alle zwei Tage leeren Sie nur noch alle sechs bis zwölf Wochen. Dafür kostet die Station Platz, ist beim Absaugen laut und braucht laufend Beutel.

Ersetzt ein Saugroboter den normalen Staubsauger?

Für die tägliche Grundreinigung ja. Für Treppen, Polster, Autoinnenraum und das gründliche Aussaugen von Ecken brauchen Sie weiterhin ein Handgerät. Die meisten Haushalte nutzen beides.

Kann ein Saugroboter auch wischen?

Fast alle Modelle hier können es, aber sehr unterschiedlich gut. Einfache Geräte ziehen ein feuchtes Tuch nach, bessere haben rotierende Pads mit Anpressdruck. Achten Sie darauf, ob das Pad bei Teppich angehoben wird — sonst wird der Teppich nass.

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